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Allgemeine Informationen über Genossenschaften
Geschichte der Genossenschaften
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Was sind Genossenschaften
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- 1844
Die erste Konsumgenossenschaft wird von 28 Webern in Rochdale (UK) gegründet - "Redliche Pioniere Rochdale". Am 21.12. eröffnen sie ihren Laden.
§1 der Satzung lautet: "Ziel und Zweck dieser Genossenschaft ist es, für den materiellen Nutzen und die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Mitglieder Rechnung zu tragen."
- 1889
Das Deutsche Genossenschaftsgesetz tritt in Kraft
- 1894
Großeinkaufsgesellschaft dt. Consumvereine m.b.H. (GEG) wird gegründet, 47 Konsumvereine als Gründungsmitglied (siehe Bilder unten)
- 1895
Gründung des Internationalen Genossenschaftsbundes (IGB) in London
- 1920
Weltweit existieren 42.650 Konsumvereine mit 24 Millionen Mitgliederfamilien
- 1930
3,5 Millionen Mitglieder in Deutschland - nur bei den Konsumvereinen
- 1941
Nach Jahren von Übergriffen, Zerstörungen und Zwangsliquidierungen folgt nun das endgültige aus für die Konsumgenossenschaften in Nazi-Deutschland.
- 18.12.1945
Wiedereinrichtung der Konsumgenossenschaften in der Sowjetisch-Besetzten-Zone.
- 1972
Zusammenschluss der Genossenschaftsverbände in West-Deutschland zum "Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V." (DGRV)
- 1980
11.681 Genossenschaften in West-Deutschland, 13,7 Millionen Mitglieder (ca. 20% der Bevölkerung) und 250.000 Beschäftigte.
- 1992
Jeder 4. Deutsche ist Mitglied einer Genossenschaft; Genossenschaften sind damit die größte Mitgliederorganisation der deutschen Wirtschaft.
- 1994
Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass die Existenzgrundlagen von 3 Milliarden Menschen weltweit durch Genossenschaften gesichert werden.
Die Genossenschaften haben 800 Millionen Mitglieder.
(Bild vom IGB)
- 2000
22 Millionen Deutsche sind Mitglied einer Genossenschaft.
- 2003
Die größte Konsumgenossenschaft Basiliens hat mehr als 1 Million Mitglieder.
- 2006
Das deutsche Genossenschaftsgesetz wird reformiert und an die neue Europäische Genossenschaft angepasst.
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- Entstehung in Deutschland
Die deutschen Genossenschaften haben ihren gemeinsamen Ursprung in der Initiative zweier bedeutender Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts:
Hermann Schultze-Delitzsch, Amtsrichter (1808 - 1883)
Durch zunehmende Verschuldung verloren Handwerker und Kleinunternehmer ihre wirtschaftliche Existenz. Das Lebenswerk von Schultze-Delitzsch war es, dies zu verhindern und Hilfe zur Bewältigung des Strukturellen Wandels zu geben. Die von ihm gegründeten Genossenschaften sollten durch die Sammlung der schwachen Kräfte des einzelnen zu einer starken Kraft in der Gesellschaft führen. Seither sind die Prinzipien der Genossenschaften:
- Selbsthilfe
- Selbstverwaltung
- Selbstverantwortung
Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, Bürgermeister (1818 - 1888)
Parallel zu den Bemühungen von Schultze-Delitzsch im Bereich des gewerblichen Mittelstandes organisierte Raiffeisen die Selbsthilfe im ländlichen Bereich.
- Ziel
Von Anfang an dienten Genossenschaften ihren Mitgliedern. Ziel war es dabei immer viele wirtschaftlich Schwache zusammenzuschließen, um gemeinsam Vorteile zu erreichen. Das gilt auch für Justa-Tero, hier allerdings ohne die sonst übliche Begrenzung auf bestimmte Märkte.
- Kapitalgesellschaft - einmal anders
Die Unterschiede zu einer Aktiengesellschaft oder GmbH sind folgende:
- Jedes Mitglied hat eine Stimme, die Höhe der Anteile ist unerheblich
- Es gibt keine Kursschwankungen
- Die Anteile werden nicht an der Börse gehandelt - feindliche Übernahmen sind somit nicht möglich
- Die Genossenschaft fördert die "Wirtschaft ihrer Mitglieder" und wird daher auch als "wirtschaftlicher Verein" bezeichnet
Weiterführende Links:
Informationen vom Internationalen Genossenschaftsbund (IGB) (Englisch)
Internationale Genossenschaftskampagne gegen Armut (English)
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